Cornelius Wittke
Vita
1954 geb. in Reutlingen
1976-1982 Studium Jura, Germanistik,
Philosophie in Tübingen.
Seit 1999 Besuch von Bildhauerschulen in Italien und
der Schweiz, des Kunstseminars Freie Hochschule Metzingen und des
Zeicheninstituts der Uni Tübingen.
Seit 2001 Dozent an der Sommerakademie
Campo dell’ Altissimo, Italien.
2000 Gründungsmitglied des Atelierhauses
Burgstrasse, Reutlingen.
2006 Bau und Bezug des neuen Ateliers in Kusterdingen
bei Tübingen.
Zu meinen Arbeiten
»Nun machen wir die phantastische Annahme, Rom
sei nicht eine menschliche Wohnstätte, sondern ein psychisches Wesen von ähnlich
langer und reichhaltiger Vergangenheit, in dem also nichts, was einmal zustande
gekommen war, untergegangen ist, in dem neben der letzten Entwicklungsphase auch
alle früheren noch fortbestehen.«
Dieses Zitat von Sigmund Freud
bezeichnet ein Phänomen, welches in meiner Arbeit eine wichtige Rolle spielt.
Die von uns gesammelten Sinnes- und Gefühlseindrücke sind in Archiven aufgefüllt
und abgelegt, auf die wir keinen unmittelbaren, bewußten Zugriff haben.
Vielmehr
ist die Preisgabe dieser Eindrücke enigmatisch, zufällig, unterschiedlich
intensiv und gänzlich komplex verwoben.
Der Traum ist das deutlichste
Spielfeld dieses Eisberges an gespeichertem Wissen, Erlebtem und
Gefühltem.
Mich interessiert das Verwischen und Überlagern von Zeiten und
Fakten, die Simultanität und zeitliche Spreizung von Spuren aus der
Vergangenheit, die neuen, nunmehr verdichteten Spuren in der malerischen Arbeit
den Weg bereiten.
Hierbei taucht das Verhältnis von Zufall und Wille, von
Ereignis und Formgebung als neues interessantes Untersuchungsfeld auf.
Die
entstehende Arbeit unterliegt dem Schema des dynamischen, vielschichtigen
metamorphorisch offenen Ausgang eines einmal angestoßenen Entwicklungsprozesses,
der anfangs sowohl zielgerichtet auf ein Thema ausgerichtet sein kann,
gleichzeitig aber das Ergebnis nicht determiniert.
So durchlaufen die meisten
meiner Arbeiten eine längere Entstehungsgeschichte im Wechsel von Fortschritt
und Skepsis in Form von Übermalungen und motivischen Transformationen, die von
Assoziationsketten gespeist werden, die ihrerseits durch ein hierarchisch
strukturiertes Filtersystem auf einen bestimmten Punkt hingelenkt werden.
Es
entstehen Geschichten, die nicht linear gedacht und geschrieben wurden, damit
widersprüchlich und gebrochen erscheinen können.
Ihre gegensätzlichen
Bedeutungsebenen können von mal zu mal neu gelesen werden und führen beim
kreativen “Lesen” zu vielleicht bislang Verborgenem.
Ausstellungen
2002
Galerie Veritas, Stuttgart, GA
2003
Augenklinik Tübingen, GA — Shedhalle Tübingen, „Non finito“, GA — Shedhalle
Tübingen, „Dunkel“, GA
2004
Galerie Double You, Mähringen, EA — Städtische
Galerie, Reutlingen, GA — Fornovecchino (Orvieto, Italien), „Die versunkene
Stadt“, bei Thomas Lange, GA — Galerie der Stadtbibliothek
Reutlingen, „Sinnesschlag“, EA — Galerie Double You, Mähringen, „In der Welt
sein“, GA
2005
Alpirsbacher Galerie, Alpirsbach, in Kooperation mit
Galerie Epikur, Wuppertal, „Spur der Zeit“, EA mit Ulrich Brauchle — Shedhalle Tübingen, „shed_set“, GA — Hechinger Kunstverein, „In dubio pro dubio“, EA — Galerie Gutekunst, Reutlingen, EA
2006
Courbièrestr. 13, Berlin, mit Katrin Pfister u. Peter Rosenzweig
2007
Kunst in der Glashalle, Landratsamt Tübingen, EA mit Koho Mori-Newton — Galerie
Wendelinskapelle, Marbach, „Sinneswandel“, EA
2008
Galerie Moderne,
Silkeborg, Dänemark, GA
2009
Galerie Moderne, Silkeborg, Dänemark, GA
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Die Homepage von Cornelius Wittke informiert Sie über sein weiteres künstlerisches Schaffen:
www.corneliuswittke.de[top]